Rhetorische Mittel Liste:
Wichtige Stilmittel in der Übersicht

Sprachliche Stilmittel gibt es sehr viele, sie wirklich alle zu kennen und zu beherrschen ist ebenso schwierig wie unnötig. Um dir eine Übersicht über wichtige Stilmittel zu liefern, findest du hier verschiedene rhetorische Mittel Listen, mit Definitionen sowie Beispielen zu Verwendung und Wirkung der einzelnen sprachlichen Figuren. Auf dieser Seite bieten wir dir zunächst eine kurze Liste mit den 10 häufigsten und wichtigsten Stilmitteln und außerdem eine umfassende Liste mit allen gängigen rhetorischen Mitteln – beide rhetorische Stilmittel Listen stehen dir auch zum Download im .pdf-Format zur Verfügung (hier geht’s zu den Downloads).

Noch kurz zur Wirkung der Stilmittel: Wir geben dir hier ein paar sehr simple Beispiele zur Wirkung der einzelnen Stilmittel mit an die Hand. Beachten solltest du jedoch, dass die Wirkung in der Realität wesentlich komplexer sein kann und stark vom Kontext abhängt. Behalte dies stets im Hinterkopf und betrachte die Wirkungs-Beispiele in der Stilmittel Liste deshalb eher als Anregung und nicht als absolute Erklärung.

Die 10 wichtigsten Stilmittel

In dieser Liste findest du die wichtigsten Stilmittel auf einen Blick. Wenn du diese zehn rhetorischen Mittel kennst, dann bist du den meisten schon ein gutes Stück vorraus und in der Lage, Klassenarbeiten wie z.B. Analysen souverän abzuliefern. Natürlich ist es kaum möglich festzulegen, welches Stilmittel wirklich zu den Wichtigsten gehört und welches nicht. Wir haben diese Liste deshalb auf die zehn rhetorischen Mittel beschränkt, die unserer Meinung nach eine solide Grundlage zum Thema sprachliche Mittel darstellen. Alle weiteren, ebenfalls wichtigen Stilmittel findest du weiter unten in der umfassenden rhetorischen Mittel Liste.

StilmittelBeschreibungBeispielWirkung
die AlliterationAneinandergereihte Begriffe mit gleichen Anfangslauten, z.B. in Stabreimen.„Kunst und Krempel“; „Milch macht müde Männer munter“Betonend, einprägsam.
die AnapherWort-Wiederholung am Satz-/Vers-Anfang oder am Anfang von Satzteilen.„Geld ist nicht alles. Geld allein macht nicht glücklich.“Betonend, einprägsam.
die HyperbelÜbertreibung.„Er ist schnell wie der Blitz.“; „Das hab‘ ich dir doch schon tausend mal erklärt!“Betonend.
die IronieEine Aussage, die etwas anderes oder das genaue Gegenteil von dem ausdrücken soll, was sie oberflächlich betrachtet darstellt.„Das hast du ja ganz toll hingekriegt.“; „Das wär ja noch schöner.“Betonend.
die KlimaxSteigerung vom Schwächeren zum Stärkeren.„Wir beliefern Deutschland, Europa und die ganze Welt.“; „Die Erde, unser Sonnensystem und die ganze Galaxie.“Eindringlich, Betonend.
die MetapherVerbildlichung von Sachverhalten, wobei Bild und Ausdruck durch besondere Eigenschaften miteinander in Verbindung stehen.„Das schlägt dem Fass den Boden aus.“; „Ein Wink mit dem Zaunpfahl.“; „Eine Flut von Menschen.“; BaumkroneVeranschaulichend.
der ParallelismusSätze oder Teilsätze in symmetrischem Aufbau.Das Wasser fließt, der Wind weht, die Blumen blühen.; „Bis auf den Grund wasche ab meine Missetat, von meiner Sünde mache mich rein!“ (Ps 51,4)Eindringlich, einprägsam.
die PersonifikationVermenschlichung einer Sache. Ein Tier, ein Gegenstand oder ähnliches handelt wie ein Mensch oder weist menschliche Eigenschaften auf.„Die Zeit rennt.“; „Technologien […] wollen bedient werden.“ (Jörg Friedrich); „Vater Staat“Veranschaulichend.
das SymbolEin abstrakter Begriff oder Zusammenhang wird durch ein konkretes Bild dargestellt. Oft kulturell geprägt.Das Kreuz für das Christentum; ein Herz für die Liebe; die weiße Fahne für die KapitulationVeranschaulichend, einprägsam.
der VergleichZwei Begriffe oder Sachverhalte, die sich in einer oder mehreren Eigenschaften ähneln, werden durch „als“ oder „wie“ zueinander in Beziehung gesetzt.„Stark wie ein Bär.“; „Schneller als die Polizei erlaubt.“Anschaulich, betonend.

Umfassende Rhetorische Mittel Liste

Diese umfangreiche Übersicht enthält den Großteil der gängigen rhetorischen Mittel. Natürlich ist auch diese Liste nicht vollständig, aber alle wichtigen Stilmittel sollten hier zu finden sein. Vermisst du etwas bestimmtes in dieser rhetorische Mittel Liste? Dann schreib uns doch einmal eine Mail mit deinem Ergänzungsvorschlag an info@rhetorische-mittel.net.

StilmittelBeschreibungBeispielWirkung
die Akkumulation (auch Accumulatio)
An Stelle eines Oberbegriffs werden mehrere thematisch zusammengehörige Unterbegriffe aufgezählt.„Es gab Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Sauce“; „Parteien, Unternehmen, Regierungen und Kirchen“ statt „gesellschaftliche Gruppierungen“Veranschaulichend.
die AllegorieGedanken oder Begriffe werden anhand eines verwandten Bildes konkretisiert; eine Folge von sprachlichen Bildern (siehe Metapher) in Form eines Gleichnisses. Oft In Fabeln: Tierische Protagonisten stellen unsere Gesellschaft dar.„Sensenmann“ für „Tod“; in einer Fabel: Der Fuchs als Sinnbild für Schlauheit und Durchtriebenheit.Veranschaulichend, verbildlichend.
die AlliterationAneinandergereihte Begriffe mit gleichen Anfangslauten, z.B. in Stabreimen.„Kunst und Krempel“; „Milch macht müde Männer munter“Betonend, einprägsam.
die AnapherWort-Wiederholung am Satz-/Vers-Anfang oder am Anfang von Satzteilen.„Geld ist nicht alles. Geld allein macht nicht glücklich.“Betonend, einprägsam.
die AntiklimaxGegenteil der Steigerung (siehe Klimax).„XL, L, M und S“; „Hund, Katze, Maus“Einprägsam, veranschaulichend.
die AntitheseGegensätze werden in einer oft kompakten und dadurch besonders einprägsamen Formulierung gegenübergestellt.„Wenn er aufhört, über uns Lügen zu verbreiten, werden wir aufhören, über ihn die Wahrheit zu verbreiten.“ (Hitler); „Der Baum ist hoch, das Gras ist tief.“Veranschaulichend, Kontrastierend.
die AposiopeseAbbrechen der Rede inmitten eines Satzes.„Also wenn du mich fragst…“Eindringlich.
die AssonanzMehrere Wörter, dessen betonte Silben Vokale mit gleichem Klang aufweisen. Oft in unreinen Reimen.„Fluch“ und „ruht“; „ruft“ und „Luft“ als unreiner ReimBetonend, einprägsam.
das AsyndetonAufzählung bzw. Aneinanderreihung von Elementen in einem Satz, bei der auf Konjunktionen verzichtet wird.„Er brachte Brot, Käse, Wein.“Verknappend, eindringlich.
der ChiasmusSatzteile, die sich symmetrisch und bzgl. ihrer Bedeutung entsprechen, werden überkreuzt.„Seine Muskeln groß, klein sein Verstand.“Veranschaulichend, kontrastierend.
die ConcessioEinem Argument wird zugesprochen, doch wird es zugleich durch eigene Aussagen entkräftigt. Oft in Reden oder Verhandlungen angewandt.„Gut ist er, da hast du Recht, aber für den ersten Platz wird das nicht reichen.“Überzeugend, vertrauenserweckend.
die Contradictio in adiectoEin sich logisch widersprechendes Wordpaar aus Substantiv und Adjektiv (siehe auch Oxymoron).„Eiskalte Sonne“; „Alter Junge“; „unbekannter Freund“Eindringlich, betonend; weckt Aufmerksamkeit durch „Stolpern“ im Redefluss.
die CorrectioSelbstkorrektur bzw. Verbesserung, bei der eigene Aussagen im Folgenden durch gesteigerte Formulierungen relativiert oder konkretisiert werden.„Viele kamen um sie zu sehen, nein es waren gar Tausende, die ihr zu Ehren erschienen!“; „Er hatte dunkle Haare. Tiefschwarz sind sie gewesen.“Die Eindringlichkeit steigernd, verstärkend.
der DysphemismusEine Aussage wird abgewertet. Gegenteil des Euphemismus.„Penner“ für „Obdachloser“; „Gedöns“ für vermeintlich unnötige DingeAbwertend.
die Ellipse
Ein Satz wird verknappt, indem auf Wörter verzichtet wird, die für das Verständnis der Aussage nicht zwingend benötigt werden.„Er kommt um Viertel vor.“; „Je mehr, desto besser.“; „Gönn dir.“Verknappend, eindringlich.
die EmphaseEine Aussage wird durch besondere Hervorhebung bzw. Betonung verstärkt bzw. verdeutlicht. Das Gemeinte wird dabei nicht konkretisiert, sondern durch allgemeine Begriffe ersetzt.„Also so hät‘ ich das nicht gemacht!“; „Eine Frau erkennt das.“Betonung, eindringlich.
die EpipherWort-Wiederholung am Satz-/Vers-Ende oder am Ende von Satzteilen.„So kommst du mir nicht ins Haus, so kommt mir niemand ins Haus!“Eindringlich.
das EnjambementZeilensprung inmitten eines Satzes bzw. Verses.„stehn die Nacht entlang/ Und blinzeln” (Storm)Betonend.
der EuphemismusEine Aussage wird beschönigt. Gegenteil des Dysphemismus.„kräftig“ an Stelle von „dick“; „suboptimal“ statt „schlecht“Beschönigend, positiv.
das HendiadyoinBildung eines Begriffs durch zwei oder mehrere einzelne Wörter. Oft ersetzen hierbei zwei Substantive eine Substantiv/Adjektiv-Kombination.„Feuer und Flamme“; „Friede, Freude, Eierkuchen.“; „in Leder und Schürze“ statt „in lederner Schürze“Bekräftigend, betonend.
die HyperbelÜbertreibung.„Er ist schnell wie der Blitz.“; „Das hab‘ ich dir doch schon tausend mal erklärt!“Betonend.
die HypotaxeKomplexer Satzbau durch Verschachtelung von Haupt-, Neben- und Teilsätzen. Man spricht auch von einem „hypotaktischen Satzbau“.„Endlich hob er es, nachdem er stundenlang danach gesucht hatte, mit der linken Hand, die er zuvor aus dem Handschuh zog, auf und[…]“Komplex, ausführlich.
die InversionUmstellung der gängigen Wortreihenfolge innerhalb eines Satzes.„Ein Versager ist er, weiter nichts!“; „Schnell ist es.“Betonend; etwas wird hervorgehoben.
die IronieEine Aussage, die etwas anderes oder das genaue Gegenteil von dem ausdrücken soll, was sie oberflächlich betrachtet darstellt.„Das hast du ja ganz toll hingekriegt.“; „Das wär ja noch schöner.“Betonend.
die KlimaxSteigerung vom Schwächeren zum Stärkeren.„Wir beliefern Deutschland, Europa und die ganze Welt.“; „Die Erde, unser Sonnensystem und die ganze Galaxie.“Eindringlich, Betonend.
die LitotesUntertreibung, doppelte Verneinung oder Verneinung des Gegenteils.„Ich kann mich nicht beklagen.“; „Er ist nicht untalentiert.“; „Nicht der Schnellste.“Betonend.
die MetapherVerbildlichung von Sachverhalten, wobei Bild und Ausdruck durch besondere Eigenschaften miteinander in Verbindung stehen.„Das schlägt dem Fass den Boden aus.“; „Ein Wink mit dem Zaunpfahl.“; „Eine Flut von Menschen.“; „Baumkrone“Veranschaulichend.
die MetonymieEin Begriff wird durch einen anderen, unmittelbar verwandten Ausdruck ersetzt.„Der Kreml hat sich noch nicht dazu geäußert.“; „Das kühle Nass“ für „Wasser“; „Er hat den ganzen Teller aufgegessen.“Veranschaulichend.
der NeologismusSchöpfung eines neuen Wortes, oft durch Kombination bereits bekannter Begriffe.„Kulturpessimismus“; „abziehen“ für „ausrauben“; „Fanboy“Hervorhebend.
die OnomatopoesieLautmalerei; Geräusche werden in Worte gefasst.Interjektionen wie „Miau“, „Dingdong“ oder „Muh“; Substantiv-/Verbalstämme wie „quietschen“, „knarren“ oder „knurren“Veranschaulichend.
das OxymoronKombination aus sich widersprechenden Begriffen (siehe auch Contradictio in adiecto).„Offenes Geheimnis“; „weniger ist mehr“; „bittersüß“Verschärfend.
das PalindromEin Wort, das auch rückwärtsgelesen einen Sinn ergibt. Oft in Wortspielen.´“Anna“; „Tor“ und „rot“; „Eber“ und „Rebe“; „Ein Esel lese nie.“Einprägsam.
das ParadoxonScheinbar widersprüchliche oder abwegige Aussage, oft mit höherem Wahrheitsgehalt.„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ (Sokrates); „Keine Regel ohne Ausnahme.“; „Dieser Satz ist falsch.“Aufmerksamkeit erregend, einprägsam.
die ParalipseAngebliche, vorgetäuschte Auslassung eines Sachverhaltes vom Autor. Betont durch scheinbare Ablenkung vom Thema.„Dass das ganze keinen tieferen Sinn hat, brauche ich ja garnicht erst zu erwähnen.“; „Ganz zu schweigen von den anderen Möglichkeiten[…]“Betonend.
der ParallelismusSätze oder Teilsätze in symmetrischem Aufbau.„Das Wasser fließt, der Wind weht, die Blumen blühen.“; „Bis auf den Grund wasche ab meine Missetat, von meiner Sünde mache mich rein!“ (Ps 51,4)Eindringlich, einprägsam.
die ParataxeAneinanderreihung von gleichwertigen Hauptsätzen, Wörtern oder Satzteilen. Verleiht absoluten, prägnanten Charakter. Gegenteil der Hypotaxe.„die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.“ (Gen 1,2) „Gott schied das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen[…]“ (Gen 1,4-5)Dramatisch, verknappend.
die ParonomasieEin Wortspiel, bei dem zwei Begriffe, die ähnlich klingen, sich aber in ihrer Bedeutung voneinander unterscheiden, verbunden werden.„Lieber arm dran als Arm ab.“; „Verlass dich auf jemanden und du wirst verlassen.“Einprägsam.
die ParentheseBezeichnet einen eigenständigen Satz, der in einen anderen Satz eingefügt wird, diesen unterbricht, seine grammatikalische Struktur jedoch nicht beeinflusst.„Er legte es – behutsam ging er dabei nicht vor – flach auf den Boden und […]“Informativ.
das Pars pro totoEin Teil steht für das Ganze: Eine Sache wird durch einen Begriff umschrieben, der eigentlich nur für einen Bestandteil dieser Sache steht. (siehe Synekdoche und Totum pro parte)„Das macht dann 10€ pro Nase.“ für „Das macht dann 10€ pro Person.“; „Der Spanier ist stolz.“ für „Spanier sind stolz.“; „Brot“ für „Nahrung“Betonend, Vermeidung von Wort-Wiederholungen.
die PeriphraseEin Begriff wird durch Worte ersetzt, die ihn beschreiben. Oft beschönigend.„Der allmächtige Vater.“ für „Gott“; „bessere Hälfte“ als Bezeichnung für EhepartnerBetonend, Vermeidung von Wort-Wiederholungen.
die PersonifikationVermenschlichung einer Sache. Ein Tier, ein Gegenstand oder ähnliches handelt wie ein Mensch oder weist menschliche Eigenschaften auf.„Die Zeit rennt.“; „Technologien […] wollen bedient werden.“ (Jörg Friedrich); „Vater Staat“Veranschaulichend.
der PleonasmusKombination von Wörtern, die sich in der Wortart unterscheiden, sich aber in ihrer Bedeutung ähneln. Dabei wird einem Substantiv oft ein vermeintlich unnötiges Attribut beigefügt, dessen Bedeutung bereits im Hauptwort enthalten ist.„das grüne Gras“; „Rückantwort“; „tote Leiche“; „kleiner Zwerg“; „PIN-Nummer“ wobei die vorrangehende Abkürzung PIN das Wort „Nummer“ bereits beinhaltetBetonend, veranschaulichend.
das PolysyndetonGleichwertige Satzteile werden mittels Konjunktion mehrfach anneinandergereiht.„Einigkeit und Recht und Freiheit.“ (Fallersleben)Dramatisch, verknappend.
die RepetitioWiederholung von Wörtern oder Satzteilen.„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk 15,34); „Oh nein! Oh nein!“Verstärkend, eindringlich.
die rhetorische FrageEine (Schein-)Frage, auf die keine Antwort erwartet wird. Sie dient nicht dem Informationsgewinn, sondern drückt die Meinung des Autors aus.„Du bist auch nicht gerade der hellste, oder?“; „Wer ist schon perfekt?“; „Hab ich dir zuviel versprochen?“Verstärkend, eindringlich.
der SarkasmusDirekte oder indirekte, also ironische Aussage mit verspottender, verhöhnender und somit verletzender Wirkung.„Überarbeite dich bloß nicht!“; „Gab es die Hose nicht in deiner Größe?“Verstärkend, angreifend.
die SentenzZusammenfassung einer vorangegangenen Argumentation oder Schilderung in Form einer knappen Aussage, die zu allgemeiner Bedeutung erhoben wird.Die Weisheiten des chin. Philosophen Konfuzius; das Sprichwort „Ohne Fleiß, kein Preis“; Zusammenfassungen am Ende von Kapiteln in LehrbüchernInformativ, veranschaulichend, verknappend.
das SymbolEin abstrakter Begriff oder Zusammenhang wird durch ein konkretes Bild dargestellt. Oft kulturell geprägt.Das Kreuz für das Christentum; ein Herz für die Liebe; die weiße Fahne für die KapitulationVeranschaulichend, einprägsam.
die SynästhesieVerschiedene Sinnesebenen und Empfindungen werden miteinander kombiniert.„Das klingt aber süß!“; „knallrot“; „stinkfaul“; „Die Brillengläser waren so dick, dass die Augen ganz leise aussahen.“ (Borchert)Betonend, steigernd.
die SynekdocheEin Wort wird durch ein anderes aus dem selben Bedeutungsfeld ersetzt, dabei kann es sich sowohl um einen enger als auch um einen weiter gefassten Begriff handeln. Oft wird ein allgemeiner durch einen speziellen Begriff oder der Plural mit dem Singular ersetzt (siehe Pars pro toto und Totum pro parte).„Ein Dach über dem Kopf haben.“ für „In einem Haus/in einer Wohnung leben.“; „Deutschland spielt gegen England.“, wobei hier nicht die Nation, sondern die Fußballmannschaft gemeint ist; „pro Kopf“ für „pro Person“Verknappend, eindringlich.
die SynonymieKombination bedeutungsgleicher und/oder bedeutungsähnlicher Begriffe.„Mein Mann, mein Gatte, mein Liebster!“; „Wo ist der Ausgangspunkt, der Start, der Anfang?“Betonend, eindringlich, steigernd.
die TautologiePaarung von bedeutungsähnlichen Begriffen der selben Wortart, wobei beide Begriffe den selben Sinn vermitteln; die Begriffe können auch identisch sein.„immer und ewig“; „Art und Weise“; „kurz und bündig“; „Geschäft ist Geschäft“Betonend, steigernd.
das Totum pro parteDas Ganze steht für einen Teil: Ein Bestandteil einer Sache wird durch einen Begriff umschrieben, der eigentlich für die ganze Sache steht. (siehe Synekdoche und Pars pro toto)„Deutschland holt Gold.“, wobei hier eigentlich der Olympia-Teilnehmer als einzelne Person gemeint istVerknappend, eindringlich.
der VergleichZwei Begriffe oder Sachverhalte, die sich in einer oder mehreren Eigenschaften ähneln, werden durch „als“ oder „wie“ zueinander in Beziehung gesetzt.„Stark wie ein Bär.“; „Schneller als die Polizei erlaubt.“Anschaulich, betonend.

Literatur

Die Zusammenstellung der Liste erfolgte vor allem auf Grundlage unserer persönlichen Erfahrungen im Umgang mit rhetorischen Mitteln. So stammt sowohl die Zusammenstellung und Erarbeitung der Beispiele als auch die Formulierung der Definitionen von uns.

Natürlich sind unsere Erfahrungen nicht frei von Beeinflussung durch andere Quellen – wir sind während unserer schulischen Laufbahn schließlich auch durch bestimmte Unterrichtsmaterialien in das Thema eingewiesen worden.

Insbesondere möchten wir an dieser Stelle eine Liste rhetorischer Mittel nennen, die im September 2006 von Dietmar Schäfer – unserem Deutschlehrer in der Oberstufe – unter Mitarbeit von Petra Klammer zusammengestellt wurde. Diese Liste wiederrum gibt als Literaturhinweis folgende Quelle an:

  • J. Dominik Harjung: Lexikon der Sprachkunst. Die rhetorischen Stilformen. – München: Beck. 2000.

Zur Korrektur und Verifikation unserer Angaben nutzen wir außerdem folgendes Werk:

  • Heinrich Lausberg: Handbuch der literarischen Rhetorik. 4. Auflage. – Stuttgart: Franz Steiner Verlag. 1990.

PDF-Downloads

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Wichtige rhetorische Mittel Liste, deutsch und zum download.
Die wichtigsten Stilmittel deutsch Liste zum Download